Übersetzung aus dem/ins Bulgarische

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Bulgarische Sprache

Die bulgarische Sprache (Bulgarisch: Български език/Bălgarski esik) gehört zur südslawischen Gruppe des slawischen Zweiges der indogermanischen Sprachen. Sie wird von ca. 9 Millionen Menschen gesprochen: vor allem in Bulgarien (ca. 7,3 Millionen), aber auch in anderen Staaten Osteuropas, in Griechenland (1970: 20 000), Rumänien (1970: 13 000), Mazedonien, Moldawien (2005: 40 000), Serbien (20 000), Weißrussland und in der Türkei. In der gesamtn Sowjetunion gab es 1970 257 000 Bulgarisch Sprechende. Neben den Bulgaren spricht auch die Volksgruppe der Pomaken Bulgarisch.

Es gibt mehrere Dialekte, die in zahlreichen Mundarten gegliedert sind. Die am nächsten mit dem Bulgarischen verwandte Sprache ist das Mazedonische; die östlichen Dialekte des Mazedonischen und die westlichen Dialekte des Bulgarischen bilden ein sprachliches Kontinuum. Manche Bulgaren ordnen aus diesem Grund das Mazedonische als Dialekt des Bulgarischen ein.

Das Bulgarische sollte nicht mit dem Protobulgarischen verwechselt werden, welches eine Turksprache war.

Zeitformen, Aspekt

Das Bulgarische verfügt über eine sehr ausgeprägte Formenvielfalt bei den Verben. Man unterscheidet neun verschiedene Zeitformen: Präsens, zwei Futurformen (Futurum und Futurum exactum), vier Vergangenheitsformen (Imperfekt, Aorist, Perfekt, Plusquamperfekt), sowie zwei interessante “Mischformen” aus Zukunft und Vergangenheit, nämlich das Futurum präteriti sowie das recht ungebräuchliche Futurum exactum präteriti. Mit den letzteren beiden Formen lässt sich ausdrücken, dass man in der Vergangenheit davon ausgegangen ist, dass etwas geschehen würde; eine Entsprechung im Deutschen wäre ungefähr eine Konstruktion wie “Ich dachte, dass er es erledigen würde” oder “Er wollte es erledigen” (Futurum präteriti) bzw. “Ich dachte, er würde es mittlerweile erledigt haben” oder “Er wollte es schon bis gestern erledigt haben” (Futurum exactum präteriti). Aufgrund der Tatsache, dass die beschriebene Handlung möglicherweise doch nicht ausgeführt wurde, nehmen diese eigentlich indikativischen Formen oft auch die Funktion des Konjunktivs ein.

Wie andere slawische Sprachen gebraucht auch das Bulgarische den sogenannten Verbalaspekt in (fast?) allen Zeitformen, wenn auch einige Aspekt-Tempus-Paare wohl nur selten vorkommen. Ebenfalls typisch für slawische Sprachen ist die Vielfalt an Partizipien: Partizip Präsens, Partizip des Imperfekts, Partizip des Aorists, Passivpartizip Präsens, Passivpartizip präteriti, Adverbialpartizip, sowie der nur selten anzutreffende sog. “Restinfinitiv”.

Kurzer Vergleich mit der russischen Sprache

Das Bulgarische zeigt im Gegensatz zum Russischen und den meisten anderen slawischen Sprachen sprachliche Charakteristika, die aus dessen Zugehörigkeit zum Balkansprachbund resultieren, wie beispielsweise den beinahe vollständigen Verlust der Kasus (Kasussynkretismus) oder die Existenz von nachgestellten (postponierten) Artikeln. Weiterhin gibt es im Bulgarischen sehr viel mehr Zeitformen als im Russischen.

ъ ist kein Härtezeichen, sondern ein eigener Vokal (daher gibt es sowohl kleines ъ als auch großes Ъ). Sein Lautwert ist vergleichbar mit dem stummen e in murmeln oder mit dem ă im Rumänischen. щ wird “шт” ausgesprochen. Die nicht jotierten Vokale werden normalerweise klar ausgesprochen, also nicht jotiert oder diphthongiert wie im Russischen. Beispielsweise wird bulgarisch е wie russisch э ausgesprochen. Eine Palatalisierung von Konsonanten tritt wesentlich seltener auf (nämlich nur vor и, я und ь(о); oft auch vor е).

Die Rechtschreibung ist wesentlich einfacher:

  • Das Weichheitszeichen ь tritt (fast) ausschließlich im Zusammenhang mit о als ьо auf; dies entspricht ungefähr dem russischen ё. Die Kombinationen ьи und ье sind extrem selten und können nur bei der kyrillischen Umschrift ausländischer Namen auftreten, z.B. in „Вальехо“.
  • Es gibt kein Härtezeichen (s.o.)
  • Die Entscheidung, ob з oder stimmloses c geschrieben wird, ist einfacher
  • Keine Entscheidung, ob и oder ы (da es kein ы gibt)
  • Keine Entscheidung, ob e oder э (da es kein э gibt)
  • Beim Lesen eines Textes keine Entscheidung, ob ein е evtl. ein nicht ausgeschriebenes ё ist (da man statt ё immer ьо schreibt, s.o.)
  • Fast keine Buchstabenverdoppelungen (insbesondere Verdoppelungen von Konsonanten sind meist rein morphologisch bedingt, z.B. от + там → оттам oder Singular лекция → Plural лекции, und somit leichter zu behalten)

 

In der russischen Sprache existieren heute viele Entlehnungen aus dem Russisch-Kirchenslawischen, welches seinerseits eine Weiterentwicklung des Altkirchenslawischen (in älterer und bulgarischer Terminologie auch Altbulgarisch genannt) ist.

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