Übersetzung aus dem/ins Kroatische

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Kroatische Sprache

Das Kroatische gehört zum (süd-)slawischen Zweig der indogermanischen Sprachen.

Die Wissenschaften, die sich mit der kroatischen Sprache und Kultur befassen, sind die Kroatistik und (im weiteren Sinne) die Serbokroatistik und die Slawistik.

Verbreitung und Dialekte

Die kroatische Standardsprache basiert (wie auch das Serbische, Bosnische, Montenegrinische und Serbokroatische) auf dem neuštokavischen Dialekt, bezieht aber auch Einflüsse aus den kajkavischen und čakavischen Dialekten. Das Kroatische wird mit dem lateinischen Alphabet geschrieben.

Da das Kroatische dem Bosnischen, Montenegrinischen und Serbischen sehr ähnlich ist (so dass sich Sprecher dieser Standardsprachen problemlos miteinander verständigen können), vertreten viele Slawisten und Soziolinguisten vor allem außerhalb des ehemaligen Jugoslawien die Meinung, diese Sprachen könnten als Varietäten einer gemeinsamen plurizentrischen Sprache angesehen werden: vgl. Serbokroatische Sprache. Deutlich stärker vom Standardkroatischen unterscheiden sich das Burgenlandkroatische und das Moliseslawische (die nicht nur auf dem Štokavischen basieren); diese werden jedoch aus historischen Gründen vor allem in Kroatien meist als Varietäten des Kroatischen angesehen.

Kroatisch wird von ca. 7 Millionen Menschen, davon laut der kroatischen Volkszählung von 2001 4,3 Millionen in Kroatien, als Muttersprache angegeben; es ist die Amtssprache Kroatiens, eine (der drei) Amtssprachen in Bosnien und Herzegowina sowie eine der sechs offiziellen Minderheitensprachen in der Vojvodina in Serbien. Ferner ist das Burgenlandkroatische als regionale Amtssprache im österreichischen Bundesland Burgenland anerkannt. Burgenlandkroatisch besitzt jedoch eine eigene schriftsprachliche Norm, die im Gegensatz zum Standardkroatisch vorwiegend auf dem čakavischen Dialekt aufbaut und auch eine eigene Fachterminologie entwickelt hat.

Die Dialekte des Kroatischen werden in drei Großgruppen eingeteilt, die nach der jeweiligen Form des Fragewortes was (ča, kaj, što) benannt sind: Čakavisch (Kroatisches Küstenland, Istrien, Küstengebiete Nord-und Mitteldalmatiens sowie die meisten Inseln, Burgenland), Kajkavisch (nördlich von Kupa und der oberen Save) und Štokavisch (südliches Dalmatien, Bosnien und Herzegowina und Slawonien). Das Štokavische wird auch von den Bosniaken und der Mehrheit der Serben gesprochen und bildet die Grundlage der kroatischen und ebenso der bosnischen und serbischen Schriftsprache.

Entwicklung des Kroatischen zur Zeit des jugoslawischen Staates

In dieser Zeit wurden die kroatische, die serbische, und die bosnische Sprache oft unter dem Begriff „Serbokroatisch“ zusammengefasst. Dies ist auf das Abkommen von Novi Sad (Serbien) zurückzuführen, in dem 1954 durch die internationalistischen Bestrebungen der kommunistischen Partei hin beschlossen wurde, dass die kroatische, serbische und montenegrinische Sprache nurmehr eine Sprache sind. Dabei wurden zwei Aussprachemöglichkeiten anerkannt, die ijekavische und die ekavische Aussprache, außerdem wurde der Gebrauch unterschiedlicher Schriften gestattet, der lateinischen, wie auch der kyrillischen Schrift. Wegen der größeren linguistischen Unterschiede schloss diese Standardisierung die ebenfalls in Jugoslawien verbreitete slowenische und mazedonische Sprache nicht ein.

Seit der staatlichen Unabhängigkeit Kroatiens wurde die kroatische Standardsprache auch im Ausland weitgehend anerkannt.

Die Gründung des Staates Jugoslawien war ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der kroatischen Sprache. Das Königreich Jugoslawien (1918 – 1941) bezeichnete seine Amtssprache offiziell als Serbokroatische Sprache, veröffentlichte jedoch sämtliche Gesetze, Vorschriften und staatlichen Verordnungen in der serbischen Variante des Serbokroatischen, das heißt auf serbisch.

In allen öffentlichen und staatlichen Bereichen (Verwaltung, Schulwesen, Militär) wurde plötzlich die kroatische sprachliche Tradition unterbrochen. Dadurch wurde jedoch keine sprachliche Einheit oder gar ein Normierungsprozess geschaffen.

Zu Beginn des zweiten, sozialistischen Jugoslawien wurde eine Gleichberechtigung aller südslawischen Sprachen eingeführt. Die Gleichberechtigung der kroatischen, slowenischen, makedonischen und serbischen Sprache wurde gesetzlich verankert.

Dennoch überwog im öffentlichen Leben z.B. bei der Eisenbahn, Post, staatl. Verwaltung, Tanjug (ehemalige jugoslawische Presseagentur) sowie Teilen der Presse das Serbische innerhalb des Serbokroatischen: Kroatische Wörter wie z.B. povijest (serb. istorija), zemljopis (serb. geografija), tisuća (serb. hiljada), siječanj (serb. januar), općina (serb. opština) usw. wurden aus der öffentlichen Verwaltung verdrängt.

Im Frühjahr 1967 verstärkte sich der Widerstand zahlreicher Intellektueller, Schriftsteller (u. a. Miroslav Krleža, Radoslav Katičić) und kultureller Organisationen gegen die, wie sie es empfanden, Degradierung der kroatischen Sprache innerhalb Kroatiens. Diese Bewegung wurde von der Kommunistischen Partei Jugoslawiens als „nationalistisch“ bezeichnet.

Nach dem „Kroatischen Frühling“ im Jahr 1974 wurde in Kroatien Kroatisch als Unterrichtsfach in den Schulen eingeführt.

Entwicklung seit der Unabhängigkeit 1991

Nach der Unabhängigkeitserklärung 1991 wurde das Kroatische in Kroatien endgültig als eigenständige Sprache anerkannt. Der Begriff Serbokroatisch gilt in Kroatien als Relikt aufgezwungener sprachlicher Vereinigungsbestrebungen. In Kroatien wird nicht nur auf dem Gebiet des Wortschatzes die Distanz zum Serbischen betont, sondern auch auf kulturelle und historische Unterschiede zwischen den einzelnen Sprachen hingewiesen. So wurde u.a. eine größere Zahl von Wörtern aus der Zeit vor 1918 wieder in den offiziellen und normativen Sprachgebrauch eingeführt. Kroatische Sprachwissenschaftler weisen hierbei darauf hin, dass die natürliche Entwicklung der kroatischen Sprache zu Zeiten des Kommunismus oft unter dubiosen Sprachabkommen zu leiden hatte und dass dadurch die Reichhaltigkeit des ursprünglichen Wortschatzes in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die kroatische Bevölkerung zeigt reges Interesse an jeglichen Themen, welche die kroatische Sprache betreffen. Dies ist u.a. auch darauf zurückzuführen, dass Sprache und Indentität in diesem Raum eng miteinander verknüpft sind. Es besteht auch breites Interesse daran, die Grammatik zu vereinfachen und zwischenzeitlich-entstandene Zweideutigkeiten aus dem Weg zu räumen.

Am 14. April 2005 wurde vom kroatischen Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Sport der „Rat zur Normierung der kroatischen Standardsprache“ (Vijeće za normu hrvatskoga standardnog jezika) gegründet. Zum Vorsitzenden wurde Radoslav Katičić ernannt. Zu den Aufgaben des Rates sollen laut Beschluss des Ministeriums (PDF, kroat.)

  • die systematische fachliche Betreuung der kroatischen Standardsprache
  • die Auseinandersetzung mit aktuellen Zweifelsfällen und offenen Fragen der kroat. Standardsprache
  • das Hinweisen auf Fälle der Nichteinhaltung der verfassungsmäßigen Bestimmung zum Kroatischen als Amtssprache in der Republik Kroatien
  • die Förderung der Kultur der kroatischen Standardsprache in schriftlicher und mündlicher Kommunikation
  • die Sorge für die Stellung der kroatischen Standardsprache im Hinblick auf den Integrationsprozess der Republik Kroatien in der EU
  • die Verabschiedung von Beschlüssen im weiteren Prozess der Normierung der kroat. Standardsprache

und

  • die Verfolgung sprachlicher Probleme und die Festlegung der Grundsätze der orthographischen Norm gehören.

Die Bekanntmachungen (und der Beschluss des Ministeriums) sind auf der Internetseite des Instituts für Kroatische Sprache und Linguistik in Zagreb (in kroatischer Sprache) zu finden.

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