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Koreanische Sprache
Die koreanische Sprache (Koreanisch) wird hauptsächlich in Korea (Nord- und Südkorea) von mehr als 78 Mio. Menschen gesprochen, von denen die meisten Koreaner sind.
Die lokalen Namen sind in Südkorea hangungmal (한국말) oder hangugeo (Hangeul: 한국어, Hanja: 韓國語), in Nordkorea hingegen chosŏnmal (조선말) oder chosŏn-ŏ (조선어, 朝鮮語). Die unterschiedlichen Namen kommen von der in Nordkorea und Südkorea jeweils üblichen Bezeichnung für das Land.
Klassifikation
Die genetische Klassifizierung der koreanischen Sprache ist zurzeit noch umstritten.
Ein großer Teil der Forschergemeinde geht von einer Einordnung des Koreanischen als separate Abspaltung (wie das Japanische und die altaischen Sprachfamilien) von Makro-Altaisch aus. Aber auch die Meinung, dass es sich näher zum Altaischen befinde oder es sich um eine isolierte Sprache handle, wird vertreten. Für die Einordnung der koreanischen Sprache in die Gruppe der altaischen Sprachfamilien sprechen folgende Gemeinsamkeiten mit den Sprachen dieser Familie:
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Vokalharmonie,
-
Restriktion des Konsonantensystems am Wortanfang,
-
Agglutination,
-
Fehlen von Vokal- und Konsonantenalternation,
-
Fehlen von Relativpronomina und Konjunktionen,
-
Vorhandensein einer Konverbalform.
Die Einordnung in die Gruppe der altaischen Sprachfamilien steht und fällt natürlich mit der These der Existenz einer solchen genetischen Sprachfamilie insgesamt, was derzeit in der wissenschaftlichen Gemeinschaft umstritten ist.
Historisch belastet ist die Annahme einer Verwandtschaft mit dem Japanischen, mit dem das Koreanische auffallende strukturelle Gemeinsamkeiten (wenn auch praktisch keine Übereinstimmungen im Wortschatz) besitzt. Teilweise wird diese mögliche Verwandtschaft aufgrund des schwierigen historischen Verhältnisses (nicht erst seit dem japanischen Imperialismus) zwischen den beiden Nationen nicht weiter verfolgt.
Die gewagte These des deutschen Koreanisten Andre Eckardt, wonach die koreanische Sprache gar der indogermanischen Sprachfamilie zuzuordnen sei, die er mit der auf den ersten Blick beeindruckenden Anzahl von bis zu 500 Vokabelübereinstimmungen zu belegen versuchte, gilt heute nach herrschender Lehrmeinung als vollständig unhaltbar.
Eine Verwandtschaft mit dem Chinesischen kann ebenso ausgeschlossen werden, da das Koreanische keinerlei strukturelle Gemeinsamkeiten mit den sino-tibetischen Sprachen besitzt. Bei sinokoreanischen Wörtern handelt es sich um Lehnwörter, die aufgrund der engen kulturellen Beziehung zu China übernommen wurden, ohne dass zwischen den Sprachen der beiden Länder eine verwandtschaftliche Beziehung besteht.
Geografische Verteilung
Außer in Korea wird Koreanisch noch in China gesprochen, vor allem von den Angehörigen der koreanischen Minderheit im Koreanischen Autonomen Bezirk Yanbian in der Provinz Jilin an der Grenze zu Korea. In Japan gibt es ebenfalls eine koreanische Minderheit und ein privates koreanischsprachiges Schulsystem.
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